Aktuelle Informationen vom 15.12.2020

Hier können Sie die Aktuellen Informationen aus dem Kultusministerium Niedersachesen herunterladen. 

- Brief an die Eltern und Erziehungsberechtigten
- Brief an die Eltern und Erziehungsberechtigten  - Kurzfassung
- Brief an die Schüler und Schülerin im Primarbereich
- Brief an die Schüler und Schülerin im Sekundarbereich I
- Brief an die Schüler und Schülerin im Sekundarbereich II
- Schulbetrieb nach den Weihnachtsferien

Tonne will so lange wie möglich Präsenzunterricht an Schulen

 Stand: 22.10.2020 21:47 Uhr 
Am Montag geht die Schule nach den Herbstferien wieder los. Es bleibt beim Präsenzunterricht. In Kommunen mit hohen Fallzahlen wird die Maske im Unterricht empfohlen.




Treffen mit Herrn Seestern-Pauly ( FDP )

Am 2. September hat die FDP des Landkreises OS mit Herrn Seestern-Pauly und Herrn Haunhorts den Vorstand des Kreiselternrates zum Gespräch eingeladen. Es war ein sehr konstruktiver und vielseitiger Austausch im Bereich Bildung zwischen Politik und Elternschaft. Unter anderem wurden die Themen der aktuellen Corona-Situation, Digitalisierung, Lehrerausbildung und Erhaltung der Förderschulen, insbesondere Lernen besprochen. Wir hoffen, das Herr Seestern-Pauly die besprochenen Punkte in den Kreistag und den Bundestag einbringt.

Wir, der Vorstand des Kreiselternrates, würden uns ebenfalls weitere Gespräche mit allen politischen Parteien im Landkreis wünschen.
Die CDU hat ein wichtiges Anliegen der Elternschaft aufgegriffen" Der Erhalt der Förderschule Lernen im Landkreis“ und bearbeitet.
Die Elternschaft wünscht sich weitere vertrauensvolle Gespräche und Unterstützung aus der Politik für die Bildung.
Wir danken Ihnen.


Umsichtig fahren auf Niedersächsisch!
Gemeinsamer Appell von Kommunen und Landesregierung: Mund-Nasen-Schutz im ÖPNV beachten!


Nach Ende der Sommerferien geht an diesem Donnerstag der Unterricht wieder los. Gemeinsam mit den Hauptgeschäftsführern des Niedersächsischen Landkreistages bzw. Städtetages, Prof. Dr. Hubert Meyer und Dr. Jan Arning, weisen Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann und Kultusminister Grant Hendrik Tonne deshalb auf die besondere Bedeutung der Mund-Nasen-Bedeckung im ÖPNV hin. Aufgrund der Platzverhältnisse in den Fahrzeugen sei absehbar, dass in der Praxis ein 1,5-Meter-Mindestabstand nicht immer eingehalten werden könne. Die Corona-Verordnung des Landes schreibt diesen in Zügen, Bussen, Taxis und Mietwagen auch nur soweit möglich vor. Wichtig sei, sich bei der Platzwahl gut zu verteilen. Die herzliche Bitte an alle Eltern: „Weisen Sie Ihre Kinder auf die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung hin, sorgen Sie für die Mitnahme eines Textilschutzes und halten Sie sie zur gegenseitigen Rücksichtnahme an.“
„Alle Beteiligten müssen Rücksicht aufeinander nehmen und mithilfe der Maske den in den Bussen häufig nicht zu wahrenden Abstand ausgleichen“, werben beide Hauptgeschäftsführer um Verständnis. “Die betroffenen Busunternehmen, Kommunen und das Land ziehen an einem Strang, damit der Schulanfang in puncto Beförderung gelingt“, betonen Meyer und Arning.
Nr. 114/20
Ulrich Schubert
Pressestelle
Hans-Böckler-Allee 5, 30173 Hannover
Tel.: (0511) 120-71 68
Fax: (0511) 120-74 50
www.mk.niedersachsen.de
E-Mail: pressestelle@mk.niedersachsen.de
„Wir alle haben eine Verantwortung und können dazu beitragen, dass der Schulstart gelingt und möglichst viel Bildung in der Schule stattfinden kann“, ergänzt Kultusminister Tonne. „Das gilt auch in Bussen und Bahnen und ich appelliere dringend an die Schülerinnen und Schüler, sich an die Regeln zu halten und einen Mund-Nase-Schutz zu tragen – für ihre eigene Gesundheit und die ihrer Mitreisenden.“
Althusmann und Tonne erklären, dass das Land bereits mit derzeitiger Erlasslage den Schulen die zeitliche Staffelung des Unterrichtsbeginns und des Unterrichtsendes ermögliche, immer in Abstimmung mit dem Träger der Schülerbeförderung sowie unter Beteiligung der zuständigen Eltern- und Schülervertretungen. Bei konsequenter Nutzung der Spielräume durch alle Beteiligten könnten die Schülerströme entzerrt und die Auslastung der Busse reduziert werden.
Beide Minister bitten die Schülerinnen, Schüler und Eltern aber auch darum, selbst aktiv dabei zu helfen, die Auslastung der Busse zu verringern: „Jeder, der freiwillig zu Fuß oder mit dem Rad kommt, schützt nicht nur sich selbst vor einer Infektion; er hilft auch denen, die auf eine Beförderung mit dem Bus angewiesen sind.“

Mangelnde digitale Angebote in Schulen Was beim Homeschooling in der Region Osnabrück besser laufen muss 



Von Jean-Charles Fays


Osnabrück. Lehrer und Eltern in der Region Osnabrück bemängeln Defizite bei der Digitalisierung in Schulen. Das Homeschooling aufgrund der Corona-Pandemie habe diese Mängel offengelegt. Die Lehrergewerkschaft GEW legt den Finger in die Wunde und sagt, wie sich die Schulen besser auf eine zweite Welle mit einer weiteren Homeschooling-Phase vorbereiten sollten. 
Astrid Müller und Henrik Peitsch vom Kreisverband Osnabrück-Stadt der Lehrergewerkschaft GEW bemängeln, dass es in etlichen Schulen Probleme gab, überhaupt Schüler zu erreichen. Lehrer hätten sie teilweise gezielt aufsuchen müssen. "Wenn diese aus prekären Haushalten kommen, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass jedes Kind dieses Haushalts über ein technisch aktuelles Endgerät und eine fixe Internetleitung verfügt", schreiben die Osnabrücker GEW-Vorsitzende und der Osnabrücker GEW-Sprecher Peitsch in einer gemeinsamen Stellungnahme auf Anfrage unserer Redaktion. 
In Grundschulen sei der Betrieb nur sehr eingeschränkt als Homeschooling in digitaler Form gelaufen. Die Aufgaben mussten demnach auf anderem Wege übermittelt werden, vielfach seien auch lange Telefonate mit den Familien erforderlich gewesen. Müller und Peitsch kritisieren: "Das Homeschooling hat zu Arbeitszeiten von 12 bis 14 Stunden geführt, weil unterschiedliche Wege genutzt werden mussten, um alle Kinder zu erreichen. Eine fast unmenschliche Leistung."
Was lief schlecht?
Müller und Peitsch benennen gleich sieben Punkte, die zeigen, dass digitale Angebote in Schulen – mit wenigen Ausnahmen – noch nicht zum Unterrichtsalltag gehören:
1. Mangelhafte oder unzureichende technische Ausstattung (zum Teil veraltete Geräte) 
2. Schulische und private Hard- sowie Software sind nicht kompatibel 
3. Unzureichende Praxiserfahrung der Lehrer: Didaktische und anwendungsbezogene Fortbildungen der Lehrer sind dringend notwendig
4. Digitalisierung kann und darf nicht unter dem Lernbereich Medienkompetenzen vermittelt/erfahrbar gemacht werden (Ausnahmen: Berufsschulen mit entsprechenden Berufsausbildungsgängen und Gymnasien mit entsprechendem Profil) 
5. Ministerium und Fachwissenschaft müssen Schulen und Lehrern vermitteln, dass die Digitalisierung kein Ersatz für guten Unterricht ist, sondern eine wichtige Ergänzung und Bereicherung des Unterrichts
6. Die plötzlich auftretende Umstellung der Schulen auf Homeoffice hat die Schieflage in unserer Gesellschaft aufgezeigt und verstärkt. Die bekannten "Bildungsverlierer" wurden erneut exkludiert
7. Dies gilt auch für Kinder mit Migrationshintergrund, die mit E-Mails und schriftlichen Erklärungen wenig anfangen können, weil sie die Sprache nicht ausreichend beherrschen. Ebenfalls nicht zu vergessen sind Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die individuelle Lernwege benötigen oder Spezialangebote brauchen. Der Unterricht am PC und die sachgerechte Nutzung als Hilfsmittel sind oftmals ein eigener Unterrichtsinhalt. Hier sind Lehrkräfte noch stärker gefordert, ein entsprechendes Lernangebot zur Verfügung zu stellen.
Wie muss Digitalisierung voranschreiten, um besser gerüstet zu sein? 
Müller und Peitsch zufolge genügt es nicht, einen miliardenschweren Digitalpakt aufzulegen, wenn die Schulen und Lehrkräfte digitale Lernformen nicht konstruktiv in die Unterrichtspraxis und Lerninhalte einbinden können. Es sei darüber hinaus noch nicht klar, wer Ersatzgeräte sowie neue Software finanziert. Für die Betreuung der digitalen Geräte müsse Fachpersonal in den Schulen vorhanden sein. Es könne nicht sein, dass Lehrkräfte dies "nebenbei" machen, wie es zum Teil noch üblich sei. Schulleitungen und Lehrer müssten deutlich stärker fortgebildet werden. Das Homeschooling habe zudem eindeutig gezeigt, dass Deutschland hinsichtlich der Digitalisierung international eher im unteren Bereich liege. Netze seien häufig überlastet und Leitungen brechen den GEW-Vertretern zufolge oft zusammen.
Was muss an Schulen im Landkreis besser werden?
Auch der Lehrervertreter im Bildungsausschuss des Landkreises Osnabrück, Markus Weisbrich, fordert: „Die Zeit der Sommerferien sollte genutzt werden, um technisch nachzujustieren und sich für eine mögliche zweite Infektionswelle zu wappnen. Wenn man sich jetzt nicht bewegt, verpasst man vielleicht seltene Chancen.“ Der Lehrer am Greselius-Gymnasium Bramsche betont, dass die Systeme bei einigen Schulen bei den Datenmengen und Breitbandverbindungen "stark an ihre Grenzen gelangt sind". Da sei auch der Landkreis gefragt, das Breitband an den Schulen noch weiter auszubauen. Weisbrich betont: "Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, dass da sicherlich noch Luft nach oben ist.“ Zudem wäre es seiner Meinung nach sinnvoll, wenn Schulen des Landkreises Leihgeräte wie etwa iPads für Schüler ausgeben, damit diese künftig von zu Hause aus an Videokonferenzen teilnehmen können – sofern dies bislang aufgrund mangelnder digitaler Endgeräte gescheitert sein sollte. Schulen in der Stadt Osnabrück hätten das bereits in Ansätzen auf den Weg gebracht. Wichtig wäre laut Weisbrich darüber hinaus, Lehrer personalisiert mit digitalen Endgeräten als Arbeitsgeräten auszustatten.
Was sagt der Kreiselternrat?
Die Vorsitzende des Kreiselternrats Osnabrück, Bärbel Bosse, spricht zunächst einmal den Eltern ein dickes Lob aus, die ihre Kinder während des Homeschoolings so gut wie möglich unterstützten. Lehrer hätten sich sehr unterschiedlich auf die neue Situation eingestellt: Manche drehten demnach selbst Erklärvideos und hielten regelmäßig Kontakt zu den Schülern, während andere die Einstellung an den Tag gelegt hätten: "Da müsst Ihr jetzt durch, suche Dir die Lösungen selber raus." Bosse würde sich ebenfalls wünschen, dass Lehrer Fortbildungen bekommen würden und einheitliche Standards für ganz Niedersachsen eingeführt werden könnten – unabhängig von der Gemeinde und der Schulform. Auch die Endgeräte für Schüler und Lehrer müssten einheitlich sein. Bosse fordert den niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) auf, diese Standards festzulegen und sich für eine zeitnahe Umsetzung einzusetzen.

Eltern-Ratgeber:
Ausbildung in Zeiten von Corona

Liebe Mütter, liebe Väter, liebe Sorgeberechtigte
die Corona-Pandemie hat das wirtschaftliche Leben erheblich
verändert. Jetzt fragen sich viele Jugendliche und Eltern, ob es
sinnvoll ist, eine Ausbildung zu beginnen. In diesem Eltern-Ratgeber geben wir Tipps für den Berufseinstieg.
Die Berufsberatung Ihrer Agentur für Arbeit

Grant Hendrik Tonne
Niedersächsischer
Kultusminister
Hannover, 27. August 2020

Sehr geehrte Eltern,
sehr geehrte Erziehungsberechtigte,
die Sommerferien liegen nun mittlerweile hinter uns und ich hoffe, auch Sie konnten etwas Abstand von einem sehr besonderen Schuljahr 2019/2020 gewinnen und sich ein wenig erholen.
In den Schulen sind die Vorbereitungen für das neue Schuljahr bereits lange getroffen worden, Absprachen sind erfolgt und die Schulen sind auf ein weiteres besonderes Schuljahr vorbereitet. Vor zwei Wochen haben wir uns das Infektionsgeschehen angesehen und sind gemeinsam mit dem Landesgesundheitsamt und dem Sozialministerium zu der Einschätzung gekommen, wie geplant mit Szenario A – dem eingeschränkten Regelbetrieb – zu starten. In den letzten zwei Wochen sind zwar die Infektionszahlen gestiegen – vor allem private Feiern und private Zusammenkünfte scheinen derzeit die Hauptursache für die steigenden Zahlen zu sein –, der Schulstart im eingeschränkten Regelbetrieb ist aber weiterhin möglich und wird auch, so habe ich es wahrgenommen, von einem Großteil der Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Schulleitungen und Lehrkräften ausdrücklich gewünscht.
Die Unsicherheiten, die das Coronavirus erzeugt, sind nachvollziehbar, aber das Virus ist beherrschbar. Wir nehmen den Gesundheitsschutz weiterhin sehr ernst und haben deshalb auch zum Schulstart ergänzende Basisinformationen mit aktualisierten Informationen und Hinweisen u.a. zu den Bereichen Meldeketten bei Verdachtsfällen, Mund-Nase-Schutz (MNS) sowie Vorbereitung auf die Schnupfen- und Grippezeit auf unserer Homepage veröffentlicht. Auch im eingeschränkten Regelbetrieb gilt: gründliches Händewaschen, soviel Abstand halten wie möglich und regelmäßiges, intensives Lüften sind weiterhin die Gebote der Stunde.
Wir haben den Schulen bereits zum Ende des letzten Schuljahres umfangreiche Hinweise, Hilfestellungen und Leitfäden für den Schulstart an die Hand gegeben, die – sollten Sie einen Blick darauf werfen wollen – alle auch auf der MK-Internetseite (Artikel: Schule in Corona-Zeiten: So will Niedersachsen im neuen Schuljahr wieder starten) zu finden sind.
Eine Frage, die mich hierzu wiederholt erreicht hat, ist, woher eine Schule wissen soll, wann ein Szenarienwechsel oder eine Schulschließung angezeigt ist. Hier stehen weder Schulleiterinnen und
Schulleiter, Lehrkräfte noch Eltern in der Verantwortung, denn es gilt in jedem Fall: über einen lokalen Szenarienwechsel entscheidet das örtliche Gesundheitsamt; über einen landesweiten Wechsel entscheidet die Landesregierung in Absprache mit dem Landesgesundheitsamt.
Die allermeisten Schulen werden im eingeschränkten Regelbetrieb mit vollständig anwesenden Klassen unterrichten. Es wird aber auch – das muss allen Beteiligten klar sein – einzelne Schulen oder einzelne Orte geben, wo ein zeitweiser Wechsel in Szenario B oder C – Schule im Wechselmodell oder Schließung einzelner Schulen – angezeigt sein wird. Die Schulen haben sich auch auf diese Möglichkeit vorbereitet. Die Erfahrungen, die wir in der Zeit der Schulschließungen und des schrittweisen Wiederanfahrens von Schule gemacht haben, werden wir dafür nutzen. Ich möchte aber auch ganz klar feststellen: Die Option Szenario B liegt derzeit nicht auf dem Tisch.
Zu Beginn des neuen Schuljahres wird es erstmal darauf ankommen, Schülerinnen und Schülern Zeit und Gelegenheit zu geben, anzukommen und gemeinsam die individuellen Erfahrungen aus dem zweiten Halbjahr des vergangenen Schuljahres zu reflektieren, die erreichten Lernstände zu ermitteln und mit allen Beteiligten darüber zu sprechen, wie auf die konkrete Situation vor Ort reagiert werden soll. Die Schulen bekommen in jedem Fall die nötige Freiheit, um angemessen und der Situation vor Ort entsprechend zu reagieren. Es gilt also für alle an Schule Beteiligten flexibel zu sein, einander Zeit zu geben und vor allem: Vertrauen zu haben. Niemand muss sich um Lerndefizite oder Abschlüsse sorgen, die Schulen sind vorbereitet und haben einen verlässlichen Rahmen für ihre Arbeit erhalten. Worauf es in Zeiten wie diesen ganz besonders ankommen wird, ist gelingende Kommunikation. Fragen Sie nach, wenn Ihnen etwas unklar erscheint, aber gehen Sie dabei immer davon aus, dass Schule – genau wie Sie als Eltern und Erziehungsberechtigte – das Beste für Ihr Kind will! Und auch wenn sicher noch nicht alles gut ist, sind wir dennoch auf einem guten Weg. Gemeinsam wird auch das kommende Schuljahr gut gelingen, davon bin ich überzeugt! Ich werde mir erlauben, mich auch in den kommenden Wochen regelmäßig zu melden, um Sie bestmöglich auf dem Laufenden zu halten.
Auch an dem wichtigen Thema Distanzlernen arbeiten wir intensiv weiter; so wird die Niedersächsische Bildungscloud, die bereits 1.000 Schulen zur Verfügung steht, umgehend mit weiteren Lernapps, Lernsoftware und Diagnostik-Tools ergänzt, die auch für das häusliche Lernen geeignet sind. Die Plattform auf dem NiBiS (http://www.lernenzuhause.nibis.de) wird weiterhin ausgebaut und es wird eine Handreichung mit Best-Practice-Beispielen für das Lernen zu Hause erstellt und veröffentlicht.
Ein weiterer Punkt, der mir sehr am Herzen liegt, ist die duale Ausbildung. Noch immer gibt es gute Chancen, für das laufende Jahr einen Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb abzuschließen. In
Niedersachsen waren Ende Juli noch rund 20.000 Ausbildungsstellen nicht besetzt, so dass Betriebe noch Bewerbungen entgegennehmen. Sollte dies für Ihr Kind noch in Frage kommen, so unterstützen die Berufsberatungen der Agenturen für Arbeit und der Kammern (z. B. der Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern) gerne.
Erlauben Sie mir abschließend noch einen Hinweis zu der Diskussion um das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen im Unterricht. Ich möchte sehr deutlich betonen, dass wir dies derzeit nicht in Erwägung ziehen. Bei aller Wirksamkeit einer solchen Alltagsmaske wird durch das Tragen sowohl das Atmen als auch das Sprechen behindert. Zudem bedeutet das durchgängige Tragen gerade bei hohen Temperaturen eine große physische Belastung. Bei Wärme und längerer Tragzeit durchfeuchten Masken schnell, so dass bei einem normalen Schulalltag ein häufiger Wechsel erforderlich wäre. In Abwägung dieser und weiterer Gründe haben sich alle Bundesländer – mit Ausnahme von Nordrhein-Westfalen – gegen das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Unterricht entscheiden. Mit den von uns ergriffenen Maßnahmen haben wir umfangreiche Vorsorge getroffen, eine Verpflichtung zur Mund-Nase-Bedeckung im Unterricht ist daher nicht erforderlich.
Erlauben Sie mir an dieser Stelle noch den Hinweis auf die Hotlines der Niedersächsischen Landesschulbehörde. Die Hotlines sind auch am Wochenende zu bestimmten Zeit besetzt. Nähere Informationen können Sie ebenfalls den Basisinformationen entnehmen, die Sie auf unserer Homepage finden.
Ich bin davon überzeugt, dass es uns gemeinsam gelingen wird, auch die kommenden Herausforderungen zu meistern. Haben Sie Vertrauen, versuchen Sie zuversichtlich nach vorne zu blicken und machen Sie Ihren Kindern Mut für einen gelingenden Start in das neue Schuljahr! Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz und Ihr Engagement! Ihnen und Ihren Familien alles Gute, bleiben Sie gesund!
Mit freundlichen Grüßen

Mangelnde digitale Angebote in Schulen Was beim Homeschooling in der Region Osnabrück besser laufen muss

Von Jean-Charles Fays

Osnabrück. Lehrer und Eltern in der Region Osnabrück bemängeln Defizite bei der Digitalisierung in Schulen. Das Homeschooling aufgrund der Corona-Pandemie habe diese Mängel offengelegt. Die Lehrergewerkschaft GEW legt den Finger in die Wunde und sagt, wie sich die Schulen besser auf eine zweite Welle mit einer weiteren Homeschooling-Phase vorbereiten sollten. 
Astrid Müller und Henrik Peitsch vom Kreisverband Osnabrück-Stadt der Lehrergewerkschaft GEW bemängeln, dass es in etlichen Schulen Probleme gab, überhaupt Schüler zu erreichen. Lehrer hätten sie teilweise gezielt aufsuchen müssen. "Wenn diese aus prekären Haushalten kommen, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass jedes Kind dieses Haushalts über ein technisch aktuelles Endgerät und eine fixe Internetleitung verfügt", schreiben die Osnabrücker GEW-Vorsitzende und der Osnabrücker GEW-Sprecher Peitsch in einer gemeinsamen Stellungnahme auf Anfrage unserer Redaktion. 
In Grundschulen sei der Betrieb nur sehr eingeschränkt als Homeschooling in digitaler Form gelaufen. Die Aufgaben mussten demnach auf anderem Wege übermittelt werden, vielfach seien auch lange Telefonate mit den Familien erforderlich gewesen. Müller und Peitsch kritisieren: "Das Homeschooling hat zu Arbeitszeiten von 12 bis 14 Stunden geführt, weil unterschiedliche Wege genutzt werden mussten, um alle Kinder zu erreichen. Eine fast unmenschliche Leistung."
Was lief schlecht?
Müller und Peitsch benennen gleich sieben Punkte, die zeigen, dass digitale Angebote in Schulen – mit wenigen Ausnahmen – noch nicht zum Unterrichtsalltag gehören:
1. Mangelhafte oder unzureichende technische Ausstattung (zum Teil veraltete Geräte) 
2. Schulische und private Hard- sowie Software sind nicht kompatibel 
3. Unzureichende Praxiserfahrung der Lehrer: Didaktische und anwendungsbezogene Fortbildungen der Lehrer sind dringend notwendig
4. Digitalisierung kann und darf nicht unter dem Lernbereich Medienkompetenzen vermittelt/erfahrbar gemacht werden (Ausnahmen: Berufsschulen mit entsprechenden Berufsausbildungsgängen und Gymnasien mit entsprechendem Profil) 
5. Ministerium und Fachwissenschaft müssen Schulen und Lehrern vermitteln, dass die Digitalisierung kein Ersatz für guten Unterricht ist, sondern eine wichtige Ergänzung und Bereicherung des Unterrichts
6. Die plötzlich auftretende Umstellung der Schulen auf Homeoffice hat die Schieflage in unserer Gesellschaft aufgezeigt und verstärkt. Die bekannten "Bildungsverlierer" wurden erneut exkludiert
7. Dies gilt auch für Kinder mit Migrationshintergrund, die mit E-Mails und schriftlichen Erklärungen wenig anfangen können, weil sie die Sprache nicht ausreichend beherrschen. Ebenfalls nicht zu vergessen sind Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die individuelle Lernwege benötigen oder Spezialangebote brauchen. Der Unterricht am PC und die sachgerechte Nutzung als Hilfsmittel sind oftmals ein eigener Unterrichtsinhalt. Hier sind Lehrkräfte noch stärker gefordert, ein entsprechendes Lernangebot zur Verfügung zu stellen.
Wie muss Digitalisierung voranschreiten, um besser gerüstet zu sein? 
Müller und Peitsch zufolge genügt es nicht, einen miliardenschweren Digitalpakt aufzulegen, wenn die Schulen und Lehrkräfte digitale Lernformen nicht konstruktiv in die Unterrichtspraxis und Lerninhalte einbinden können. Es sei darüber hinaus noch nicht klar, wer Ersatzgeräte sowie neue Software finanziert. Für die Betreuung der digitalen Geräte müsse Fachpersonal in den Schulen vorhanden sein. Es könne nicht sein, dass Lehrkräfte dies "nebenbei" machen, wie es zum Teil noch üblich sei. Schulleitungen und Lehrer müssten deutlich stärker fortgebildet werden. Das Homeschooling habe zudem eindeutig gezeigt, dass Deutschland hinsichtlich der Digitalisierung international eher im unteren Bereich liege. Netze seien häufig überlastet und Leitungen brechen den GEW-Vertretern zufolge oft zusammen.
Was muss an Schulen im Landkreis besser werden?
Auch der Lehrervertreter im Bildungsausschuss des Landkreises Osnabrück, Markus Weisbrich, fordert: „Die Zeit der Sommerferien sollte genutzt werden, um technisch nachzujustieren und sich für eine mögliche zweite Infektionswelle zu wappnen. Wenn man sich jetzt nicht bewegt, verpasst man vielleicht seltene Chancen.“ Der Lehrer am Greselius-Gymnasium Bramsche betont, dass die Systeme bei einigen Schulen bei den Datenmengen und Breitbandverbindungen "stark an ihre Grenzen gelangt sind". Da sei auch der Landkreis gefragt, das Breitband an den Schulen noch weiter auszubauen. Weisbrich betont: "Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, dass da sicherlich noch Luft nach oben ist.“ Zudem wäre es seiner Meinung nach sinnvoll, wenn Schulen des Landkreises Leihgeräte wie etwa iPads für Schüler ausgeben, damit diese künftig von zu Hause aus an Videokonferenzen teilnehmen können – sofern dies bislang aufgrund mangelnder digitaler Endgeräte gescheitert sein sollte. Schulen in der Stadt Osnabrück hätten das bereits in Ansätzen auf den Weg gebracht. Wichtig wäre laut Weisbrich darüber hinaus, Lehrer personalisiert mit digitalen Endgeräten als Arbeitsgeräten auszustatten.
Was sagt der Kreiselternrat?
Die Vorsitzende des Kreiselternrats Osnabrück, Bärbel Bosse, spricht zunächst einmal den Eltern ein dickes Lob aus, die ihre Kinder während des Homeschoolings so gut wie möglich unterstützten. Lehrer hätten sich sehr unterschiedlich auf die neue Situation eingestellt: Manche drehten demnach selbst Erklärvideos und hielten regelmäßig Kontakt zu den Schülern, während andere die Einstellung an den Tag gelegt hätten: "Da müsst Ihr jetzt durch, suche Dir die Lösungen selber raus." Bosse würde sich ebenfalls wünschen, dass Lehrer Fortbildungen bekommen würden und einheitliche Standards für ganz Niedersachsen eingeführt werden könnten – unabhängig von der Gemeinde und der Schulform. Auch die Endgeräte für Schüler und Lehrer müssten einheitlich sein. Bosse fordert den niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) auf, diese Standards festzulegen und sich für eine zeitnahe Umsetzung einzusetzen.

Forderung zum Erhalt der Förderschule Lernen für Niedersachsen 

Um den Beginn der Zusammenarbeit aller KER/StER und RER zu signalisieren, startete der KER Osnabrück eine Umfrage unter allen KER/STER und RER zu der Fragestellung:

 

„Sollte das Wahlrecht auf die Förderschule Lernen ab der ersten Klasse erhalten bleiben?“

 

 

Grün: KER/StER für den Erhalt der FS Lernen.

 

Lila: KER/StER keine einstimmige Meinung zum Erhalt der              FS Lernen.

 

Blau: Keine Rückmeldungen bzw. bisher keine Abfrage im Gremium möglich.

 

Orange: Für die Schließung der FS Lernen.

 

Stand 23.06.20 um 23:00 Uhr

 

Die derzeitigen Auswertungen zeigen auf, dass sich 60 % der befragen KER/STER/RER für den Erhalt des Wahlrechts aussprechen.

 

Nur 9 % sprachen sich gegen den Erhalt der FS Lernen aus. 
2 % konnten sich nicht auf ein Ergebnis einigen und 29 % haben zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage getroffen.

 

 

Sollten Sie/ Ihr dazu noch Fragen haben melden Sie sich bitte gerne bei mir.

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Bärbel Bosse

 

 

Kreiselternrat Osnabrück

1. Vorsitzende

Am Ährenfeld 6

49176 Hilter

Mobil: 0160 90146668

baerbel.bosse@kreiselternrat-osnabrueck.de

 

 

 

 

 

Eltern-Ratgeber:
Ausbildung in Zeiten von Corona

Liebe Mütter, liebe Väter, liebe Sorgeberechtigte
die Corona-Pandemie hat das wirtschaftliche Leben erheblich
verändert. Jetzt fragen sich viele Jugendliche und Eltern, ob es
sinnvoll ist, eine Ausbildung zu beginnen. In diesem Eltern-Ratgeber geben wir Tipps für den Berufseinstieg.
Die Berufsberatung Ihrer Agentur für Arbeit


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Hinter jedem Unternehmen steht eine Geschichte. Unsere war bisher alles andere als gewöhnlich. Wir sind mehr als einmal gestolpert und hingefallen, besonders in der Anfangszeit. Was uns als Team zusammengeschweißt und immer wieder dazu gebracht hat, aufzustehen, war der Wunsch, unsere Fähigkeiten zu perfektionieren und uns als Experten auf unserem Gebiet einen Namen zu machen. Selbst als gewachsenes und solides Unternehmen bilden wir uns immer noch weiter und lernen mit jeder neuen Herausforderung etwas Neues dazu. Und was es nicht alles noch zu lernen gibt!

Online-Workshop

 Sehr geehrte Damen und Herren,

im Rahmen unseres Projektes QualiVIT – Qualifizierung für Vielfalt, Integration und Teilhabe – machen wir Sie auf folgende Veranstaltung aufmerksam:

Online-Workshop„WhatsApp, Instagram & Snapchat – Was geht das uns Eltern an?“ - Ein Workshop für Eltern und Interessierte

Start:  11.06.2020 von 19.00 – ca. 20.00 Uhr Inputveranstaltung (Live-Webinar)                              16.06.2020 von 19.00 – ca. 20.00 Uhr Austausch und Frage-Antwort-Runde

Detaillierte Informationen zum Inhalt und zum Ablauf entnehmen Sie bitte dem Einladungsschreiben im Anhang.
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 09. Juni 2020 über unsere Homepage 

                                                               
www.qualivit.de

Achtung: Die Webinar-Plätze sind begrenzt.

Nach einer aktiven Online-Anmeldung über unsere QualiVIT-Homepage erhalten Sie pünktlich zum Webinar einen Zugangslink.
Für Fragen stehen wir Ihnen telefonisch 05439 6039-584 oder per E-Mail info@qualivit.de gerne zur Verfügung. 

Leiten Sie die E-Mail gerne an Interessierte weiter.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! 

Herzliche Grüße  Ihr QualiVIT-Team 

 Bianca Pollety Bildungsbüro für den nördlichen Landkreis Osnabrück in Trägerschaft der Volkshochschule Osnabrücker Land Ravensbergstraße 15c 49593 Bersenbrück Tel: 05439 6039-586 E-Mail: bianca.pollety@vhs-osland.devhs-osland.de




Tipps für Eltern und Erziehungsberechtigte in der Corona-Krise

Vorlesenundefined

Die Corona-Krise stellt uns alle vor besondere Herausforderungen: Kontaktsperren, Schul- und Kitaschließungen sowie täglich neue Berichte über die Verbreitung des Virus verunsichern und verängstigen viele. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Ihre Eltern und Bezugspersonen sind in dieser außergewöhnlichen Situation besonders gefordert, Ängste zu nehmen und im Alltag ein Stück Normalität zu geben.Ausführliche Tipps dafür von Schulpsychologen und einen Brief vom Kultusminister gibt es hier: Elternbrief Die wichtigsten Tipps in Kürze:→ Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe, zuzuhören und Fragen Ihres Kindes sachgerecht und kindgerecht zu beantworten.→ Erhalten Sie so viel Normalität, wie möglich. Besprechen Sie gemeinsam einen festen Tagesrhythmus.→ Bauen sie im Tagesplan feste schulische Einheiten mit ein, aber stellen Sie Ihre Erwartungen dabei ruhig etwas zurück.→ Kinder brauchen Bewegung – lassen Sie auch Indoorsport zu.→ Kinder und Jugendliche brauchen Kontakte zu Gleichaltrigen und anderen Bezugspersonen; ermuntern Sie sie, social media und Telefon zu nutzen.→ Investieren Sie selber auch Zeit und Energie in Ihr eigenes Wohlergehen und Ihre eigene Stabilität.


Ausfall der  berufsbildenen und der allg. Schulen vom 16.03.2020 bis 18.04.2020

Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2: Landesweiter Unterrichtsausfall und Kitaschließungen angeordnet – Notbetreuung für Beschäftigte der öffentlichen Daseinsvorsorge

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An öffentlichen allgemein und berufsbildenden Schulen findet ab dem kommenden Montag (16.03.2020) kein Unterricht statt. Nach bisherigem Stand soll die Maßnahme bis zum 18.04.2020 gelten. Ausnahme: Für Abiturientinnen und Abiturienten findet ab dem 15.04.2020 Unterricht statt. Auch an Schulen in freier Trägerschaft wird kein Unterricht stattfinden. Kindertageseinrichtungen, Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege bleiben ebenfalls bis zum 18.04.2020 geschlossen. Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Auch in Kindertagesstätten können Notgruppen gebildet werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden. 


Diese Entscheidungen hat die Niedersächsische Landesregierung aufgrund des Infektionsgeschehens rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 gefällt. Rechtsgrundlage der Maßnahme ist das Infektionsschutzgesetz (IfSG). Eine entsprechende fachaufsichtliche Weisung hat das Niedersächsische Gesundheitsministerium an Landkreise, Kreisfreien Städte und die Region Hannover gegeben. 


Das Niedersächsische Kultusministerium hat über die Niedersächsische Landesschulbehörde die Maßnahmen an die rund 3.000 Schulen in Niedersachsen kommuniziert. Zudem werden die örtlichen Jugendhilfeträger, die Kommunalen Spitzenverbände, die Mitgliedsverbände der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, das Katholische Büro Niedersachsen, die Konföderation ev. Kirchen sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen informiert. 


„Die Maßnahmen sind weitreichend und einschneidend. Aber sie sind notwendig. Wir stellen um auf Notbetrieb“, sagt Kultusminister Tonne. „Alleroberste Priorität hat der Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Kinder und Jugendliche können Überträger sein und das Virus in ihre Familien bringen. Das kann sehr gefährlich sein, insbesondere für ältere Menschen, Großeltern, Bekannte, Verwandte. Aber auch Kinder können erkranken. Um die Infektionen zu verlangsamen, müssen wir den Verbreitungsweg über Schulen und Kitas ausbremsen. Nicht notwendige Kontakte müssen vermieden werden. In diesem Zusammenhang appelliere ich auch an die Eltern, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder Verabredungen und Treffen mit anderen auf das Notwendigste beschränken.“ 


Die Betriebsuntersagung für Kindertageseinrichtungen, Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege hat keinen Einfluss auf Finanzhilfezahlungen. 


Für die Schulen bedeutet die Maßnahme, dass der Unterrichtsbetrieb in Lerngruppen oder im Klassenverband in den Räumlichkeiten der Schulen bzw. in anderen alternativen Örtlichkeiten (z. B. Sporthallen, Schwimmhallen, außerschulischen Lernorten) einschließlich des Ganztagsbetriebes nicht mehr stattfindet und ersatzlos ausfällt. 


Schulleitungen, Lehrkräfte sowie sonstige schulische Bedienstete im Landesdienst haben grundsätzlich gemäß ihres individuellen Stunden- oder Einsatzplans ihrer Anwesenheitsverpflichtung in der Schule nachzukommen und dort außerunterrichtliche Aufgaben zu übernehmen. Die Schulleitung kann entscheiden, ob Lehrkräfte – insbesondere Schwerbehinderte und Teilzeitkräfte – mit Wahrnehmung von außerunterrichtlichen Aufgaben zu Hause betraut werden. Daraus folgt: Die verbeamteten Lehrkräfte behalten bei der angeordneten Unterrichtsuntersagung ihren Anspruch auf Besoldung. Auch für angestellte Lehrkräfte besteht der Anspruch auf Zahlung des Entgelts fort. 


Die Notenvergabe wird sichergestellt, ebenso wie die Abschlussprüfungen des Sekundarbereiches I und das Abitur. Die Schulen werden über die Details in Sondererlassen informiert. „Keiner Schülerin und keinem Schüler wird ein Nachteil entstehen. Wir stellen uns so auf, dass unterschiedliche Szenarien hinsichtlich der Abschlussarbeiten und Zentralabiturprüfungen umgesetzt werden können. Diese Szenarien sehen vor, dass Maßnahmen für den Ausfall einzelner Schülerinnen und Schüler, einzelner Schulen bis hin zu allen Schulen in Niedersachsen berücksichtigt werden. Dabei werden je nach Szenario auch einzelne Prüfungstermine verschoben. Selbstverständlich werden Lösungen gefunden, die jedem Prüfling die Teilnahme an den Abschlussprüfungen ermöglichen.“


Das Niedersächsische Kultusministerium hat außerdem angewiesen, dass sämtliche Schulfahrten ins In- und Ausland, Studienfahrten, Tagestouren, Schüleraustausche und der Besuch durch ausländische Besuchergruppen, die für den Zeitraum ab sofort bis zum Ende des laufenden Schuljahres geplant sind, von der Schulleitung abgesagt werden müssen. Zur Vermeidung oder Reduzierung von Stornierungskosten sollen Schulen zunächst versuchen, die Reise in einen Zeitraum nach den Sommerferien zu verschieben.


Für Fragen von Eltern und Schulen stehen die Servicestellen der Niedersächsischen Landesschulbehörde unter den vier Hotlines der Regionalabteilungen sowie per Mail bereit: 



Regionalabteilung Braunschweig

0531 484-3333

service-bs@nlschb.niedersachsen.de


Regionalabteilung Hannover

0511 106-6000

service-h@nlschb.niedersachsen.de


Regionalabteilung Lüneburg

04131 15-2222

service-lg@nlschb.niedersachsen.de


Regionalabteilung Osnabrück

0541 77046-444

service-os@nlschb.niedersachsen.de


Informationen der kommenden 

ABITUR - PRÜFUNGEN

Nachdem Abweichungen vom regulären Schulbetrieb im Rahmen der Fürsorgepflicht notwendig 

geworden sind, werden mit diesem Erlass folgende Regelungen zur Sicherstellung der Bedin-

gungen, unter denen die Schülerinnen und Schüler ihre Abiturprüfungen ablegen, getroffen.

 

1. Die Schulen werden gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass die am Abitur beteiligten Lehr-

kräfte vorsorglich auch in der Zeit vom 15.-26.06.2020 für ggf. durchzuführende Prüfungen 

und Korrekturen zur Verfügung stehen (also keine Klassenfahrten o. Ä. durchführen).

 

2. Die Notenvergabe für die Schuljahreszeugnisse muss sichergestellt werden, insbesondere 

für den diesjährigen Abiturjahrgang. Bis zum 15.04.2020 muss für alle Schülerinnen und 

Schüler in allen Fächern eine Note für das 4. Schulhalbjahr der Qualifikationsphase ermittelt 

und in der Schule dokumentiert sein, unabhängig von ggf. noch ausstehenden schriftlichen 

Arbeiten.

 

3. Ist bei einer oder mehreren Schulen der Haupttermin der Abiturprüfung in einem oder mehre-

ren Fächern von einer Schulschließung betroffen, wird der jeweilige Nachschreibtermin mit 

den Prüfungsaufgaben des Nachschreibtermins genutzt.

 

4. Ist bei einer oder mehreren Schulen in einem oder mehreren Fächern der Haupttermin und 

der Nachschreibtermin oder nur der Nachschreibtermin von einer Schulschließung betroffen, 

müssen neu eingerichtete zweite Nachschreibtermine im Zeitraum vom 15.–19.06.2020 ge-

nutzt werden.

Für diese Termine sind von den Schulen eigene Prüfungsaufgaben zu erstellen. Hierbei ist 

das Verfahren für die Erstellung dezentraler Prüfungsaufgaben anzuwenden (vgl. Nr. 9.3/9.4 

EB-AVO-GOBAK).

 

5. Können einzelne Schülerinnen oder Schüler oder Lerngruppen aufgrund einer Erkrankung 

nicht an der Abiturprüfung teilnehmen, ist das unter 3. und 4. beschriebene Verfahren analog 

anzuwenden.

 

6. Sollte es an einem der Haupttermine zu einer landesweiten Schließung aller betroffenen

Schulen kommen, werden die für diesen Termin jeweils vorgesehenen Aufgaben am jeweili-

gen Nachschreibtermin genutzt.

In Fächern mit länderübergreifenden Aufgaben (Deutsch, Englisch, Französisch, Mathema-

tik) werden bei einer landesweiten Schließung im Haupttermin für den zentralen Nach-

schreibtermin landeseinheitliche Aufgabenstellungen zur Verfügung gestellt.

 

7. Die Termine für die mündlichen Prüfungen einschließlich der Nachprüfungen können von 

den von Schließungen betroffenen Schulen zeitlich flexibel eingerichtet werden. Hierbei sind 

die festgelegten Fristen für die Meldung zur Nachprüfung zu wahren.

 

8. Die vorgesehenen Entlassungstermine können von betroffenen Schulen an die Situation vor 

Ort angepasst werden. In Vereinbarung mit der KMK gilt der 09.07.2020 als spätester Ter-

min für die Aushändigung der Abiturzeugnisse.

 

9. Für die Rückmeldung der Ergebnisse wird ggf. ein neuer Zeitraum mitgeteilt.

 

Die Schulleitungen der betroffenen Schulen stellen sicher, dass Schülerinnen und Schüler sowie 

die Erziehungsberechtigten schnellstmöglich und umfassend über Veränderungen im Zusam-

menhang mit den Abiturprüfungen informiert werden.

 

Es ist in der aktuellen Situation von besonderer Bedeutung, dass die Erreichbarkeit der Schullei-

tungen für die Schulbehörden im Falle einer Schließung der eigenen Schule sichergestellt ist.

 

Gleiches gilt für den Zeitraum der Osterferien.

Quelle MK

Zukunftstag (Girls‘Day/Boy’sDay) wird verschoben / Nachholtermin voraussichtlich im Herbst




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Der landesweit am 26. März geplante Zukunftstag für Jungen und Mädchen in Niedersachsen wird verschoben. Das hat der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Mittwoch (11. März) entschieden. Ein neuer Termin – voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte - wird noch bekanntgegeben. Hintergrund ist das Infektionsgeschehen rund um COVID-19 (Coronavirus).

„Die Gesundheit unserer Kinder und der Mitarbeitenden in den Betrieben, die sich am Zukunftstag beteiligen, hat jetzt Priorität“, betonte Tonne am Mittwoch. Der Zukunftstag sei eine gute und sinnvolle Veranstaltung, in der aktuellen Lage aber nicht am festgelegten Termin zwingend notwendig. „Wir verschieben ihn daher in den Herbst. Damit bringen wir ein wenig mehr Ruhe in die aktuelle Diskussion um Corona und geben den Beteiligten Handlungssicherheit“, so der Minister.

Zuvor hatten vor allem Betriebe und Verwaltungen Sorgen geäußert, wenn am Zukunftstag Kinder und Jugendliche in ihre Häuser kommen, während vielfach eigene Veranstaltungen und Dienstreisen abgesagt werden. 

Die Schulen werden umgehend über die Entscheidung informiert.

In Deutschland wird im Rahmen eines bundesweiten Aktionsprogramms seit 2001 jährlich der „Girls'Day" durchgeführt. In vielen Bundesländern wird dieser Tag als „Girls'Day" und seit einigen Jahren zusätzlich als „Boys'Day" veranstaltet, um den Mädchen und Jungen eine Vielzahl von Berufen näher zu bringen, die sie bei ihrer Berufswahl eher selten in Betracht ziehen würden. Niedersachsen hat sich diesem genderorientierten Vorgehen angeschlossen. Inzwischen wird der besondere Aktionstag auch als Zukunftstag geführt. Der nächste Zukunftstag sollte am 26. März 2020 stattfinden.

Dieser Tag ist in ein umfassendes Programm zur beruflichen Orientierung der Schulen einzubetten und soll nachhaltig dazu beitragen, geschlechtsspezifisches Berufswahlverhalten aufzubrechen. Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen erhalten an diesem Aktionstag Einblicke in verschiedene Berufe, die geeignet sind, das traditionelle, geschlechtsspezifisch geprägte Spektrum möglicher Berufe für Mädchen und Jungen zu erweitern. Sie können an Aktionen in Betrieben, Hochschulen und Einrichtungen teilnehmen und sollen so Berufe erkunden, die sie selbst meist nicht in Betracht ziehen.