Mangelnde digitale Angebote in Schulen Was beim Homeschooling in der Region Osnabrück besser laufen muss

Von Jean-Charles Fays

Osnabrück. Lehrer und Eltern in der Region Osnabrück bemängeln Defizite bei der Digitalisierung in Schulen. Das Homeschooling aufgrund der Corona-Pandemie habe diese Mängel offengelegt. Die Lehrergewerkschaft GEW legt den Finger in die Wunde und sagt, wie sich die Schulen besser auf eine zweite Welle mit einer weiteren Homeschooling-Phase vorbereiten sollten. 
Astrid Müller und Henrik Peitsch vom Kreisverband Osnabrück-Stadt der Lehrergewerkschaft GEW bemängeln, dass es in etlichen Schulen Probleme gab, überhaupt Schüler zu erreichen. Lehrer hätten sie teilweise gezielt aufsuchen müssen. "Wenn diese aus prekären Haushalten kommen, ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass jedes Kind dieses Haushalts über ein technisch aktuelles Endgerät und eine fixe Internetleitung verfügt", schreiben die Osnabrücker GEW-Vorsitzende und der Osnabrücker GEW-Sprecher Peitsch in einer gemeinsamen Stellungnahme auf Anfrage unserer Redaktion. 
In Grundschulen sei der Betrieb nur sehr eingeschränkt als Homeschooling in digitaler Form gelaufen. Die Aufgaben mussten demnach auf anderem Wege übermittelt werden, vielfach seien auch lange Telefonate mit den Familien erforderlich gewesen. Müller und Peitsch kritisieren: "Das Homeschooling hat zu Arbeitszeiten von 12 bis 14 Stunden geführt, weil unterschiedliche Wege genutzt werden mussten, um alle Kinder zu erreichen. Eine fast unmenschliche Leistung."
Was lief schlecht?
Müller und Peitsch benennen gleich sieben Punkte, die zeigen, dass digitale Angebote in Schulen – mit wenigen Ausnahmen – noch nicht zum Unterrichtsalltag gehören:
1. Mangelhafte oder unzureichende technische Ausstattung (zum Teil veraltete Geräte) 
2. Schulische und private Hard- sowie Software sind nicht kompatibel 
3. Unzureichende Praxiserfahrung der Lehrer: Didaktische und anwendungsbezogene Fortbildungen der Lehrer sind dringend notwendig
4. Digitalisierung kann und darf nicht unter dem Lernbereich Medienkompetenzen vermittelt/erfahrbar gemacht werden (Ausnahmen: Berufsschulen mit entsprechenden Berufsausbildungsgängen und Gymnasien mit entsprechendem Profil) 
5. Ministerium und Fachwissenschaft müssen Schulen und Lehrern vermitteln, dass die Digitalisierung kein Ersatz für guten Unterricht ist, sondern eine wichtige Ergänzung und Bereicherung des Unterrichts
6. Die plötzlich auftretende Umstellung der Schulen auf Homeoffice hat die Schieflage in unserer Gesellschaft aufgezeigt und verstärkt. Die bekannten "Bildungsverlierer" wurden erneut exkludiert
7. Dies gilt auch für Kinder mit Migrationshintergrund, die mit E-Mails und schriftlichen Erklärungen wenig anfangen können, weil sie die Sprache nicht ausreichend beherrschen. Ebenfalls nicht zu vergessen sind Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf, die individuelle Lernwege benötigen oder Spezialangebote brauchen. Der Unterricht am PC und die sachgerechte Nutzung als Hilfsmittel sind oftmals ein eigener Unterrichtsinhalt. Hier sind Lehrkräfte noch stärker gefordert, ein entsprechendes Lernangebot zur Verfügung zu stellen.
Wie muss Digitalisierung voranschreiten, um besser gerüstet zu sein? 
Müller und Peitsch zufolge genügt es nicht, einen miliardenschweren Digitalpakt aufzulegen, wenn die Schulen und Lehrkräfte digitale Lernformen nicht konstruktiv in die Unterrichtspraxis und Lerninhalte einbinden können. Es sei darüber hinaus noch nicht klar, wer Ersatzgeräte sowie neue Software finanziert. Für die Betreuung der digitalen Geräte müsse Fachpersonal in den Schulen vorhanden sein. Es könne nicht sein, dass Lehrkräfte dies "nebenbei" machen, wie es zum Teil noch üblich sei. Schulleitungen und Lehrer müssten deutlich stärker fortgebildet werden. Das Homeschooling habe zudem eindeutig gezeigt, dass Deutschland hinsichtlich der Digitalisierung international eher im unteren Bereich liege. Netze seien häufig überlastet und Leitungen brechen den GEW-Vertretern zufolge oft zusammen.
Was muss an Schulen im Landkreis besser werden?
Auch der Lehrervertreter im Bildungsausschuss des Landkreises Osnabrück, Markus Weisbrich, fordert: „Die Zeit der Sommerferien sollte genutzt werden, um technisch nachzujustieren und sich für eine mögliche zweite Infektionswelle zu wappnen. Wenn man sich jetzt nicht bewegt, verpasst man vielleicht seltene Chancen.“ Der Lehrer am Greselius-Gymnasium Bramsche betont, dass die Systeme bei einigen Schulen bei den Datenmengen und Breitbandverbindungen "stark an ihre Grenzen gelangt sind". Da sei auch der Landkreis gefragt, das Breitband an den Schulen noch weiter auszubauen. Weisbrich betont: "Gerade in solchen Zeiten zeigt sich, dass da sicherlich noch Luft nach oben ist.“ Zudem wäre es seiner Meinung nach sinnvoll, wenn Schulen des Landkreises Leihgeräte wie etwa iPads für Schüler ausgeben, damit diese künftig von zu Hause aus an Videokonferenzen teilnehmen können – sofern dies bislang aufgrund mangelnder digitaler Endgeräte gescheitert sein sollte. Schulen in der Stadt Osnabrück hätten das bereits in Ansätzen auf den Weg gebracht. Wichtig wäre laut Weisbrich darüber hinaus, Lehrer personalisiert mit digitalen Endgeräten als Arbeitsgeräten auszustatten.
Was sagt der Kreiselternrat?
Die Vorsitzende des Kreiselternrats Osnabrück, Bärbel Bosse, spricht zunächst einmal den Eltern ein dickes Lob aus, die ihre Kinder während des Homeschoolings so gut wie möglich unterstützten. Lehrer hätten sich sehr unterschiedlich auf die neue Situation eingestellt: Manche drehten demnach selbst Erklärvideos und hielten regelmäßig Kontakt zu den Schülern, während andere die Einstellung an den Tag gelegt hätten: "Da müsst Ihr jetzt durch, suche Dir die Lösungen selber raus." Bosse würde sich ebenfalls wünschen, dass Lehrer Fortbildungen bekommen würden und einheitliche Standards für ganz Niedersachsen eingeführt werden könnten – unabhängig von der Gemeinde und der Schulform. Auch die Endgeräte für Schüler und Lehrer müssten einheitlich sein. Bosse fordert den niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) auf, diese Standards festzulegen und sich für eine zeitnahe Umsetzung einzusetzen.

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im Rahmen unseres Projektes QualiVIT – Qualifizierung für Vielfalt, Integration und Teilhabe – machen wir Sie auf folgende Veranstaltung aufmerksam:

Online-Workshop„WhatsApp, Instagram & Snapchat – Was geht das uns Eltern an?“ - Ein Workshop für Eltern und Interessierte

Start:  11.06.2020 von 19.00 – ca. 20.00 Uhr Inputveranstaltung (Live-Webinar)                              16.06.2020 von 19.00 – ca. 20.00 Uhr Austausch und Frage-Antwort-Runde

Detaillierte Informationen zum Inhalt und zum Ablauf entnehmen Sie bitte dem Einladungsschreiben im Anhang.
Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis zum 09. Juni 2020 über unsere Homepage 

                                                               
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Achtung: Die Webinar-Plätze sind begrenzt.

Nach einer aktiven Online-Anmeldung über unsere QualiVIT-Homepage erhalten Sie pünktlich zum Webinar einen Zugangslink.
Für Fragen stehen wir Ihnen telefonisch 05439 6039-584 oder per E-Mail info@qualivit.de gerne zur Verfügung. 

Leiten Sie die E-Mail gerne an Interessierte weiter.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung! 

Herzliche Grüße  Ihr QualiVIT-Team 

 Bianca Pollety Bildungsbüro für den nördlichen Landkreis Osnabrück in Trägerschaft der Volkshochschule Osnabrücker Land Ravensbergstraße 15c 49593 Bersenbrück Tel: 05439 6039-586 E-Mail: bianca.pollety@vhs-osland.devhs-osland.de




Tipps für Eltern und Erziehungsberechtigte in der Corona-Krise

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Die Corona-Krise stellt uns alle vor besondere Herausforderungen: Kontaktsperren, Schul- und Kitaschließungen sowie täglich neue Berichte über die Verbreitung des Virus verunsichern und verängstigen viele. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind davon betroffen. Ihre Eltern und Bezugspersonen sind in dieser außergewöhnlichen Situation besonders gefordert, Ängste zu nehmen und im Alltag ein Stück Normalität zu geben.Ausführliche Tipps dafür von Schulpsychologen und einen Brief vom Kultusminister gibt es hier: Elternbrief Die wichtigsten Tipps in Kürze:→ Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe, zuzuhören und Fragen Ihres Kindes sachgerecht und kindgerecht zu beantworten.→ Erhalten Sie so viel Normalität, wie möglich. Besprechen Sie gemeinsam einen festen Tagesrhythmus.→ Bauen sie im Tagesplan feste schulische Einheiten mit ein, aber stellen Sie Ihre Erwartungen dabei ruhig etwas zurück.→ Kinder brauchen Bewegung – lassen Sie auch Indoorsport zu.→ Kinder und Jugendliche brauchen Kontakte zu Gleichaltrigen und anderen Bezugspersonen; ermuntern Sie sie, social media und Telefon zu nutzen.→ Investieren Sie selber auch Zeit und Energie in Ihr eigenes Wohlergehen und Ihre eigene Stabilität.


Ausfall der  berufsbildenen und der allg. Schulen vom 16.03.2020 bis 18.04.2020

Eindämmung des Coronavirus SARS-CoV-2: Landesweiter Unterrichtsausfall und Kitaschließungen angeordnet – Notbetreuung für Beschäftigte der öffentlichen Daseinsvorsorge

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An öffentlichen allgemein und berufsbildenden Schulen findet ab dem kommenden Montag (16.03.2020) kein Unterricht statt. Nach bisherigem Stand soll die Maßnahme bis zum 18.04.2020 gelten. Ausnahme: Für Abiturientinnen und Abiturienten findet ab dem 15.04.2020 Unterricht statt. Auch an Schulen in freier Trägerschaft wird kein Unterricht stattfinden. Kindertageseinrichtungen, Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege bleiben ebenfalls bis zum 18.04.2020 geschlossen. Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Auch in Kindertagesstätten können Notgruppen gebildet werden. Diese Notbetreuung soll in kleinen Gruppen stattfinden und auf das notwendige Maß begrenzt werden. 


Diese Entscheidungen hat die Niedersächsische Landesregierung aufgrund des Infektionsgeschehens rund um das Coronavirus SARS-CoV-2 gefällt. Rechtsgrundlage der Maßnahme ist das Infektionsschutzgesetz (IfSG). Eine entsprechende fachaufsichtliche Weisung hat das Niedersächsische Gesundheitsministerium an Landkreise, Kreisfreien Städte und die Region Hannover gegeben. 


Das Niedersächsische Kultusministerium hat über die Niedersächsische Landesschulbehörde die Maßnahmen an die rund 3.000 Schulen in Niedersachsen kommuniziert. Zudem werden die örtlichen Jugendhilfeträger, die Kommunalen Spitzenverbände, die Mitgliedsverbände der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, das Katholische Büro Niedersachsen, die Konföderation ev. Kirchen sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen informiert. 


„Die Maßnahmen sind weitreichend und einschneidend. Aber sie sind notwendig. Wir stellen um auf Notbetrieb“, sagt Kultusminister Tonne. „Alleroberste Priorität hat der Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Kinder und Jugendliche können Überträger sein und das Virus in ihre Familien bringen. Das kann sehr gefährlich sein, insbesondere für ältere Menschen, Großeltern, Bekannte, Verwandte. Aber auch Kinder können erkranken. Um die Infektionen zu verlangsamen, müssen wir den Verbreitungsweg über Schulen und Kitas ausbremsen. Nicht notwendige Kontakte müssen vermieden werden. In diesem Zusammenhang appelliere ich auch an die Eltern, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder Verabredungen und Treffen mit anderen auf das Notwendigste beschränken.“ 


Die Betriebsuntersagung für Kindertageseinrichtungen, Horte und Einrichtungen der erlaubnispflichtigen Kindertagespflege hat keinen Einfluss auf Finanzhilfezahlungen. 


Für die Schulen bedeutet die Maßnahme, dass der Unterrichtsbetrieb in Lerngruppen oder im Klassenverband in den Räumlichkeiten der Schulen bzw. in anderen alternativen Örtlichkeiten (z. B. Sporthallen, Schwimmhallen, außerschulischen Lernorten) einschließlich des Ganztagsbetriebes nicht mehr stattfindet und ersatzlos ausfällt. 


Schulleitungen, Lehrkräfte sowie sonstige schulische Bedienstete im Landesdienst haben grundsätzlich gemäß ihres individuellen Stunden- oder Einsatzplans ihrer Anwesenheitsverpflichtung in der Schule nachzukommen und dort außerunterrichtliche Aufgaben zu übernehmen. Die Schulleitung kann entscheiden, ob Lehrkräfte – insbesondere Schwerbehinderte und Teilzeitkräfte – mit Wahrnehmung von außerunterrichtlichen Aufgaben zu Hause betraut werden. Daraus folgt: Die verbeamteten Lehrkräfte behalten bei der angeordneten Unterrichtsuntersagung ihren Anspruch auf Besoldung. Auch für angestellte Lehrkräfte besteht der Anspruch auf Zahlung des Entgelts fort. 


Die Notenvergabe wird sichergestellt, ebenso wie die Abschlussprüfungen des Sekundarbereiches I und das Abitur. Die Schulen werden über die Details in Sondererlassen informiert. „Keiner Schülerin und keinem Schüler wird ein Nachteil entstehen. Wir stellen uns so auf, dass unterschiedliche Szenarien hinsichtlich der Abschlussarbeiten und Zentralabiturprüfungen umgesetzt werden können. Diese Szenarien sehen vor, dass Maßnahmen für den Ausfall einzelner Schülerinnen und Schüler, einzelner Schulen bis hin zu allen Schulen in Niedersachsen berücksichtigt werden. Dabei werden je nach Szenario auch einzelne Prüfungstermine verschoben. Selbstverständlich werden Lösungen gefunden, die jedem Prüfling die Teilnahme an den Abschlussprüfungen ermöglichen.“


Das Niedersächsische Kultusministerium hat außerdem angewiesen, dass sämtliche Schulfahrten ins In- und Ausland, Studienfahrten, Tagestouren, Schüleraustausche und der Besuch durch ausländische Besuchergruppen, die für den Zeitraum ab sofort bis zum Ende des laufenden Schuljahres geplant sind, von der Schulleitung abgesagt werden müssen. Zur Vermeidung oder Reduzierung von Stornierungskosten sollen Schulen zunächst versuchen, die Reise in einen Zeitraum nach den Sommerferien zu verschieben.


Für Fragen von Eltern und Schulen stehen die Servicestellen der Niedersächsischen Landesschulbehörde unter den vier Hotlines der Regionalabteilungen sowie per Mail bereit: 



Regionalabteilung Braunschweig

0531 484-3333

service-bs@nlschb.niedersachsen.de


Regionalabteilung Hannover

0511 106-6000

service-h@nlschb.niedersachsen.de


Regionalabteilung Lüneburg

04131 15-2222

service-lg@nlschb.niedersachsen.de


Regionalabteilung Osnabrück

0541 77046-444

service-os@nlschb.niedersachsen.de


Informationen der kommenden 

ABITUR - PRÜFUNGEN

Nachdem Abweichungen vom regulären Schulbetrieb im Rahmen der Fürsorgepflicht notwendig 

geworden sind, werden mit diesem Erlass folgende Regelungen zur Sicherstellung der Bedin-

gungen, unter denen die Schülerinnen und Schüler ihre Abiturprüfungen ablegen, getroffen.

 

1. Die Schulen werden gebeten, dafür Sorge zu tragen, dass die am Abitur beteiligten Lehr-

kräfte vorsorglich auch in der Zeit vom 15.-26.06.2020 für ggf. durchzuführende Prüfungen 

und Korrekturen zur Verfügung stehen (also keine Klassenfahrten o. Ä. durchführen).

 

2. Die Notenvergabe für die Schuljahreszeugnisse muss sichergestellt werden, insbesondere 

für den diesjährigen Abiturjahrgang. Bis zum 15.04.2020 muss für alle Schülerinnen und 

Schüler in allen Fächern eine Note für das 4. Schulhalbjahr der Qualifikationsphase ermittelt 

und in der Schule dokumentiert sein, unabhängig von ggf. noch ausstehenden schriftlichen 

Arbeiten.

 

3. Ist bei einer oder mehreren Schulen der Haupttermin der Abiturprüfung in einem oder mehre-

ren Fächern von einer Schulschließung betroffen, wird der jeweilige Nachschreibtermin mit 

den Prüfungsaufgaben des Nachschreibtermins genutzt.

 

4. Ist bei einer oder mehreren Schulen in einem oder mehreren Fächern der Haupttermin und 

der Nachschreibtermin oder nur der Nachschreibtermin von einer Schulschließung betroffen, 

müssen neu eingerichtete zweite Nachschreibtermine im Zeitraum vom 15.–19.06.2020 ge-

nutzt werden.

Für diese Termine sind von den Schulen eigene Prüfungsaufgaben zu erstellen. Hierbei ist 

das Verfahren für die Erstellung dezentraler Prüfungsaufgaben anzuwenden (vgl. Nr. 9.3/9.4 

EB-AVO-GOBAK).

 

5. Können einzelne Schülerinnen oder Schüler oder Lerngruppen aufgrund einer Erkrankung 

nicht an der Abiturprüfung teilnehmen, ist das unter 3. und 4. beschriebene Verfahren analog 

anzuwenden.

 

6. Sollte es an einem der Haupttermine zu einer landesweiten Schließung aller betroffenen

Schulen kommen, werden die für diesen Termin jeweils vorgesehenen Aufgaben am jeweili-

gen Nachschreibtermin genutzt.

In Fächern mit länderübergreifenden Aufgaben (Deutsch, Englisch, Französisch, Mathema-

tik) werden bei einer landesweiten Schließung im Haupttermin für den zentralen Nach-

schreibtermin landeseinheitliche Aufgabenstellungen zur Verfügung gestellt.

 

7. Die Termine für die mündlichen Prüfungen einschließlich der Nachprüfungen können von 

den von Schließungen betroffenen Schulen zeitlich flexibel eingerichtet werden. Hierbei sind 

die festgelegten Fristen für die Meldung zur Nachprüfung zu wahren.

 

8. Die vorgesehenen Entlassungstermine können von betroffenen Schulen an die Situation vor 

Ort angepasst werden. In Vereinbarung mit der KMK gilt der 09.07.2020 als spätester Ter-

min für die Aushändigung der Abiturzeugnisse.

 

9. Für die Rückmeldung der Ergebnisse wird ggf. ein neuer Zeitraum mitgeteilt.

 

Die Schulleitungen der betroffenen Schulen stellen sicher, dass Schülerinnen und Schüler sowie 

die Erziehungsberechtigten schnellstmöglich und umfassend über Veränderungen im Zusam-

menhang mit den Abiturprüfungen informiert werden.

 

Es ist in der aktuellen Situation von besonderer Bedeutung, dass die Erreichbarkeit der Schullei-

tungen für die Schulbehörden im Falle einer Schließung der eigenen Schule sichergestellt ist.

 

Gleiches gilt für den Zeitraum der Osterferien.

Quelle MK

Zukunftstag (Girls‘Day/Boy’sDay) wird verschoben / Nachholtermin voraussichtlich im Herbst




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Der landesweit am 26. März geplante Zukunftstag für Jungen und Mädchen in Niedersachsen wird verschoben. Das hat der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne am Mittwoch (11. März) entschieden. Ein neuer Termin – voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte - wird noch bekanntgegeben. Hintergrund ist das Infektionsgeschehen rund um COVID-19 (Coronavirus).

„Die Gesundheit unserer Kinder und der Mitarbeitenden in den Betrieben, die sich am Zukunftstag beteiligen, hat jetzt Priorität“, betonte Tonne am Mittwoch. Der Zukunftstag sei eine gute und sinnvolle Veranstaltung, in der aktuellen Lage aber nicht am festgelegten Termin zwingend notwendig. „Wir verschieben ihn daher in den Herbst. Damit bringen wir ein wenig mehr Ruhe in die aktuelle Diskussion um Corona und geben den Beteiligten Handlungssicherheit“, so der Minister.

Zuvor hatten vor allem Betriebe und Verwaltungen Sorgen geäußert, wenn am Zukunftstag Kinder und Jugendliche in ihre Häuser kommen, während vielfach eigene Veranstaltungen und Dienstreisen abgesagt werden. 

Die Schulen werden umgehend über die Entscheidung informiert.

In Deutschland wird im Rahmen eines bundesweiten Aktionsprogramms seit 2001 jährlich der „Girls'Day" durchgeführt. In vielen Bundesländern wird dieser Tag als „Girls'Day" und seit einigen Jahren zusätzlich als „Boys'Day" veranstaltet, um den Mädchen und Jungen eine Vielzahl von Berufen näher zu bringen, die sie bei ihrer Berufswahl eher selten in Betracht ziehen würden. Niedersachsen hat sich diesem genderorientierten Vorgehen angeschlossen. Inzwischen wird der besondere Aktionstag auch als Zukunftstag geführt. Der nächste Zukunftstag sollte am 26. März 2020 stattfinden.

Dieser Tag ist in ein umfassendes Programm zur beruflichen Orientierung der Schulen einzubetten und soll nachhaltig dazu beitragen, geschlechtsspezifisches Berufswahlverhalten aufzubrechen. Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen erhalten an diesem Aktionstag Einblicke in verschiedene Berufe, die geeignet sind, das traditionelle, geschlechtsspezifisch geprägte Spektrum möglicher Berufe für Mädchen und Jungen zu erweitern. Sie können an Aktionen in Betrieben, Hochschulen und Einrichtungen teilnehmen und sollen so Berufe erkunden, die sie selbst meist nicht in Betracht ziehen.